
Es geht um den Aufstieg in die glanzvolle DTTL oder den bitteren Abstieg in die dritte Liga. Es geht aber auch um persönliche Triumphe, erbitterte Duelle und heiße Derbys. Junge Deutsche Hoffnungen wollen Fuß fassen, die etablierten Kräfte ärgern und auf sich aufmerksam machen. Andere gehören schon zur erweiterten deutschen Spitze und schielen auf Liga eins. Dazu begeistern internationale Spitzenspieler und langjährige Nationalspieler mit unglaublicher Erfahrung samstags und sonntags ihre Fans in den Hallen. Ganz klar: Die 2. Liga lebt und wir sind am Puls. Viele Matches hautnah und die kuriosesten Geschichten aus der puckernden zweiten Deutschen Profiliga hier auf tt-total.tv miterleben!
In einer neuen Serie nehmen wir die Teams mal etwas genauer unter die Lupe und beleuchten die Lage zu Beginn der neuen Serie, decken Ambitionen sowie Geheimnisse der Teams auf und fangen die Meinungen der schillernsten Persönlichkeiten ein.
Teil 1: Junge Füchse und alte Hasen: TTF Bönen und TTC GW Bad Hamm
In Bönen lieben sie Abenteuer. Deswegen wurde nicht lange überlegt, sondern sofort zugestimmt, als man sich mit dem dritten Tabellenplatz für höhere Aufgaben in Liga zwei qualifizierte. Kein Starensemble schicken die Westfalen ins Rennen, sondern exakt die gleiche Mannschaft, die sich so geschickt in der dritten Liga geschlagen hat. Das weckt Sympathien und das steht für die Philosophie des Kultclubs in der Nähe von Dortmund. Das Ziel ist klar, jeder Punktgewinn wird gefeiert wie eine Meisterschaft. Und feiern kann die junge Truppe, die seit der Pieke auf zusammen den Tischtennissport zelebriert. Dass es den verschworenen Haufen jetzt auch in die Hauptstadt Berlin und an die Nordküste verschlagen wird, kümmert niemanden. Jan Lüke, seit x-Jahren den „Wichsmäusen“ treu und im mittleren Parkkreuz aufgestellt, gibt zu Papier: „Alle sind heiß auf die Saison, jeder hat Potential in unserem Team. Und so ein paar Deutschlandtouren mit so einer grandiosen Truppe sind doch auch was Feines.“ Da kann man nur zustimmen. Obwohl von allen als Absteiger abgestempelt, werden die Bönener, auch mit den sicherlich wieder ansteigenden Fanscharen, für die ein oder andere Überraschung sorgen. Denn an vorzeitige Schicksalsfügung ist in dem Örtchen Nahe Unna nicht zu denken. Gespannt darf man sein auf Jens Berkenkamp im oberen Parkkreuz, bei dem ein weiterer Leistungsschub durchaus möglich scheint. Der Kämpfer und BWL-Student glaubt an die Chance des West-Aufsteigers. „Druck gibt es gar keinen, aber wir alle wollen uns in Liga zwei präsentieren und werden kämpfen wie die Löwen.“ Er glaubt nicht, dass nach einer möglichen Durststrecke die Stimmung sinken wird. „Alle wussten, worauf sie sich einlassen und wir sind jetzt als Team lange genug zusammen.“ Linkspfote Andreas Rosenhövel hat schon an jeder Position in Liga zwei und drei gespielt und wird versuchen, den ein oder anderen Spitzenmann mit seinem unorthodoxen Spiel zur Weißglut zu bringen. Neben Jean-Luc (Jan Lüke) wirbelt Youngster Heiko Raatz in der Mitte, auch er besitzt enormes Entwicklungspotential. Im unteren Drittel sind die Urgesteine Jaroslaw Werner und Chris Pläster gefragt. Das Durchschnittsalter des Sextetts beträgt 24 Jahre, damit sind die Bönener das jüngste Team in Liga zwei. Eines steht schon jetzt fest: Der TTF Bönen ist ein Gewinn für die Liga!
Hier geht's zu den Videos vom Bundesligaeinstand des TTF Bönen.
In Hamm sehen die Vorzeichen anders aus. „Macher“ Martin Vatheuer träumt von den glorreichen Zeiten des Traditionsclubs, als man über lange Jahre ein fester Bestandteil der 2. Liga war. Und das völlig berechtigt, denn in der Zusammenstellung des Kaders wurde geklotzt und nicht gekleckert. Die Meisterschaft in Liga drei schon frühzeitig in der Tasche, konnten drei prominente Neuzugänge für die grün-weißen verpflichtet werden. Mit Chen Zhibin, holländischer Nationaltrainer, zauberte man einen echten Hochkaräter aus dem Hut, der im oberen Parkkreuz sicherlich nicht viele Punkte abgeben wird. Die Nummer zwei ist gleichzeitig auch der zweite namhafte Neuzugang. Jochen Lang kehrt von Meister Borussia Dortmund zurück an alte Wirkungsstätte und will sich im Spitzenparkreuz beweisen. Der 38-jährige bereitete sich gemeinsam mit dem 1. FC Köln in Montpellier akribisch auf die Serie vor. Zwei Einheiten am Tag in brütender Hitze bezeichnete der hochgewachsene ehemalige Bundesligaspieler selbst zwar als „total verrückt in meinem Alter“. Doch mit diesem Ansporn, die Topleute der Liga zu bezwingen, ist Hamm mit Jochen Lang gut aufgestellt.
Zwei Niederländer gehen im mittleren Parkkreuz auf Punktejagd. An drei schlägt der junge Wai Lung Chung auf. Über kurz oder lang will sich der 19-jährige für die Spitzenpositionen empfehlen. Der andere Nationalspieler der Oranjes ist Henk van Spanje. In der vergangenen Saison zuverlässigster Punktesammler in der Meistermannschaft, will er auch in der zweithöchsten Klasse einen Rückhalt bilden und seine langjährige internationale Erfahrung an die Jungspunde weitergeben. Mit dem Titel Europameister darf sich der dritte Neuzugang betiteln. Gavin Evans ist das größte Nachwuchstalent Englands und Schülereuropameister. Der Brite will sich in Deutschland weiterentwickeln und dürfte im unteren Parkkreuz nur schwer zu bezwingen sein. Noch Entwicklungspotential hat auch die Nummer sechs, Steffen Potthoff. Der Kaderspieler des WTTV konnte in der letzten Saison häufig überzeugen, es bleibt abzuwarten, inwieweit er auch in der 2. Liga punkten kann. An Position sieben und keinesfalls nur Ersatzspieler ist Manager Martin Vatheuer. Da der junge Evans nicht immer zu Verfügung steht, wird der Zahnarzt aus Hamm häufig zum Einsatz kommen. Vatheuer hat sein Trainingspensum gesteigert und will sich in der 2. Bundesliga so gut wie möglich verkaufen. Die Mischung aus jung und älter stimmt im Team. Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Laune und der hohe Spaßfaktor im Team. „Das größte Ziel ist sowieso der Gewinn der Seniorenmeisterschaft“, antwortet Jochen Lang augenzwinkernd auf die Frage der Zielsetzung. „Da wir mit Henk, Chen, Martin und mir gleich vier Topsenioren in der Truppe haben, sollten wir das schaffen.“ Schwierig schätzt der Kultklickerer die Phasen ein, in der das Team ohne Zhibin und Evans antreten muss.
Schon in den ersten Partien der noch jungen Saison haben die Hammer bewiesen, das mit ihnen zu rechnen ist. Mit 9:7 konnte der Geheimfavorit TTS Borsum bezwungen werden. Das deutliche 1:9 in Berlin wiegt auf Grund des Fehlens von Chen Zhibin und Gavin Evans nicht ganz so stark. Man darf gespannt sein, wo sich der Aufsteiger in der zweiten Bundesliga Nord einordnen wird.
Lennart Wehking
Hier gehts zu Teil 2 der tt-total.tv Serie

03.09.2010 16:29
ihr habt doch echt langeweile.... 1. wegen einer fehlenden... lesen
von genocide
03.09.2010 14:46
wo hast du denn diese ergebnisse her? bei click-tt scheinen sie... lesen
von @ersatzspieler
03.09.2010 14:12
Naja, der Verbandsligaspieler hat letzte Saison noch in der... lesen
von TTKönner