szmtag Nina Mittelham :: TT-total.tv - Das Tischtennisportal mit Videos und News

Nina spielt groß auf!!!

Gut 9 Monate ist es her, die eingefleischten TT-Total Fans erinnern sich, da berichteten wir mit einem Video – Special über das WTTV Ausnahmetalent Nina Mittelham. Der selbstbewusste und sympathische Tischtennis – Flo wusste im „Interview auf Augenhöhe“ mit kurzen aber präzisen Antworten zu überzeugen und zeigte uns sowohl an der Ballkiste mit WTTV – Verbandstrainer Dirk Huber als auch in Spielen gegen Lars Hielscher (DTTL) und unseren Redakteur Bernd Ahrens (Regionalliga West) ihr Können. Im Folgenden wollen wir auf die Entwicklung der letzten 9 Monate der Siegerin des „Ballwechsels des Monats Dezember 08“, mit allen Höhen und Tiefen, zurückblicken.

Die ersten beiden wichtigen Turniere für Nina nach unserem Interview waren die WTTV - Ranglistenqualifikationen der A – Schülerinnen und Mädchen. Während bei den A-Schülerinnen ganz klar die Qualifikation zur Endrangliste das Ziel hieß, hielt sich Nina im Bezug auf die Mädchenkonkurrenz vornehm zurück. „Ich kann das schaffen“ lautete ihre vorsichtige, aber dennoch selbstbewusste Prognose in unserem Interview.
Mit dieser Parole sollte Nina genau richtig liegen. Nach einem Galaauftritt mit 5:0 Spielen und 15:4 Sätzen bei den A – Schülerinnen in Werne folgte nur eine Woche später tatsächlich die Quali zur Mädchen-Endrangliste. Nach einer starken Leistung mit vier Siegen und lediglich einer Niederlage in der Vorrundengruppe entwickelte sich in der anschließenden Endrunde ein echter Krimi. Hinter der ungeschlagenen Kerstin Rossbruch (TTC GW Fritzdorf) folgten gleich drei Spielerinnen, u. a. Nina, mit einem Spielverhältnis von 3:2. Ninas Satzverhältnis von 12:8 gab dann den Ausschlag für den zweiten Platz. Ein erstes großes Ziel war geschafft.

 

Auch in ihrem Verein, Bayer 05 Uerdingen, unterstrich Nina ihre rasante Entwicklung. Gleich am ersten Spieltag der aktuellen Saison kam es zur Regionalligapremiere gegen das DC Dream Team Recklinghausen. Mit zwei 3:1 Erfolgen erwies sich Nina als mehr als bloß eine Ersatzspielerin und überzeugte auf ganzer Linie.
Doch vier Tage später ein herber Rückschlag: Mit zerknirschtem Gesicht und dem rechten Bein in einem Gipsverband humpelte Nina in das Deutsche Tischtenniszentrum. Aufgrund einer wachstumsbedingten Durchblutungsstörung im Knie musste Ninas Bein komplett ruhig gestellt werden. Eine schwere Zeit, nicht nur für Nina. „Sie wusste nichts mit sich anzufangen und hat uns und ihre Geschwister genervt“, verrät ihr Vater Olaf im Gespräch. Auch die Enttäuschung über das Fehlen bei den Endranglisten der A-Schülerinnen und Mädchen war riesengroß.

Glücklicherweise sollte der Frust nicht allzu lang anhalten. Dank der exzellenten Betreuung durch Spezialisten, u. a. vom DTTB, konnte der Gips nach nur einer Woche wieder abgenommen werden. Allerdings muss Nina seit diesem Tag eine spezielle Bandage tragen. Mit dieser darf Nina uneingeschränkt den Leistungssport Tischtennis betreiben und ist vor allem schmerzfrei. Da Ninas Verletzung typisch ist für die Wachstumsphase eines 12jährigen Mädchens, gehen die Mediziner von einer 100%igen Heilung aus und schon in naher Zukunft wird Nina wieder ohne die Bandage spielen können.

 

Um die nötige Sicherheit und das Vertrauen in das Knie nach der unfreiwilligen Pause zu gewinnen spielte Nina ihren ersten Wettbewerb bei der B-Schülerinnen Endrangliste. Absolut ungefährdet mit 6:0 Spielen und 18:2 Sätzen unterstrich sie ihre Vormachtstellung in dieser Altersstufe im WTTV. Erfreulich vor allem, dass das Knie samt Bandage kaum Probleme oder Schmerzen bereitete.
Auf Ebene des DTTB sorgte Nina dann beim Top 48 der Schülerinnen in Kleve für Furore. Platz 6 bedeutete gleichzeitig die Qualifikation für das Top 16 Turnier. Nur 3 Wochen später glückte auch die internationale Premiere bei den 12. internationalen Schülermeisterschaften in Bratislava Anfang November. Erst in der Runde der letzten 32 musste Nina als eine der jüngsten Starterinnen im Feld die Segel streichen.
Auf nationaler Ebene ging es mit dem Top 16 Turnier der Schülerinnen in Waltershausen weiter. Hier lief allerdings nicht alles ganz optimal, doch das große Ziel, die Qualifikation für das Top 12, schaffte Nina mit dem neunten Platz und holte sich den nächsten Anreiz in den kommenden Wochen hart zu arbeiten im Training.

Sogar der Nikolaus hatte inzwischen von Ninas zahlreichen Erfolgen „Wind bekommen“ und hatte am 06.12.08 ein ganz besonderes Geschenk in seinem Sack parat: An diesem Tag wurde Nina offiziell  in den D/C Kader des DTTB nominiert. Nina ist seither also ein Teil der Schüler – Nationalmannschaft.
Offenbar beflügelt durch diese Nachricht, erzielte Nina einen ihrer wichtigsten und schönsten Erfolge des letzten ¾ Jahres. Bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften der Jugend in Altena spielte Nina ganz groß auf schlug Kathrin Mühlbach (DJK TuS Holsterhausen; 1. Bundesliga) mit einem klaren 3:1 im Viertelfinale. Dieser Erfolg war auch für Vater Olaf eine der großen Überraschungen der letzten Monate. Zumal Kathrin Mühlbach im Achtelfinale die Mitfavoritin Nadine Sillus aus dem Wettbewerb beförderte und gut in Form schien. Das machte Ninas Sieg doppelt schön. Im Halbfinale war allerdings gegen die spätere Siegerin Yuko Imamura Feierabend und der 3. Platz besiegelt. Erschöpft aber vor Freude strahlend, nahm Nina den Platz auf dem Bronzetreppchen ein.
Doch eine Pause kam auch nach diesem Erfolg nicht in Frage. Weiter wurde fast Tag für Tag trainiert, denn mit dem Top 12 Turnier im bayrischen Landsberg wartete der nächste wichtige Meilenstein in Ninas Tischtennisleben. Den Feinschliff für diesen Wettbewerb holte sich Nina während des Kaderlehrgangs im Deutschen Tischtenniszentrum Ende Januar ab. Abermals als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld, belegte Nina, nach Platz 9 beim Top 16, am Ende mit einer Bilanz von 6:5 Spielen einen großartigen fünften Platz. Ein Ausrufezeichen setzte Nina vor allem im Spiel gegen die spätere Zweite, Theresa Lehmann (Baden-Württemberg), welche sie in einem umkämpften Match mit 3:2 besiegen konnte.

 

Der letzte Höhepunkt in Ninas noch so junger Karriere liegt nur zwei Wochen zurück. Bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen in Altenkunst schaffte Nina den Sprung in das Viertelfinale. Aufgrund einer nicht allzu glücklichen Auslosung hieß hier die Gegnerin Petrissa Solja, welche zur Zeit nicht nur Deutschland sondern auch Europa in ihrer Altersklasse dominiert und sich hochverdient den Titel der Deutschen Meisterin sicherte. Doch Nina präsentierte sich vor allem in den ersten beiden Sätzen, welche beide mit 9:11 verloren gingen, als ebenbürtige Gegnerin. Im dritten Durchgang spielte Solja dann aber ihre ganze Stärke aus und ging mit 3:0 als verdiente Siegerin vom Tisch. „Wer weiß was bei einer anderen Auslosung noch möglich gewesen wäre“, zieht ihr Vater Olaf mit einem kleinen Augenzwinkern das durchweg positive Fazit des Turniers.

 

Auch eine ganz aktuelle News über Ninas Zukunft können wir hier präsentieren: Zur Saison 2009/2010 wird Nina einen großen Schritt wagen und ihren langjährigen Verein SC Bayer 05 Uerdingen verlassen. Zusammen mit ihrer Vereinstrainerin Ildiko Imamura schlägt Nina künftig für den TuS Uentrop in der Regionalliga auf.
Die nächsten Höhepunkte noch vor den Sommerferien warten auf Nina mit dem Deutschlandpokal der Schülerinnen am ersten Aprilwochenende, den deutschen Jugendmeisterschaften in Nassau vom 25. – 26.04.09 sowie dem Vier Länder Vergleichskampf in Unterhaching Ende Mai. Wir von TT-Total.tv sind gespannt wie Ninas Weg weitergehen wird und bleiben natürlich für euch am (kleinen weißen) Ball.

Letzte 3 Kommentare

11.03.2010 17:04
was ist daran lächerlich! lächerlich ist nur, dass dieser... lesen
von meiersepp

11.03.2010 16:54
Die Abwehr von der Frau Liedmeier ist ja echt lächerlich jeder... lesen
von Dieter

11.03.2010 16:44
Motivation hin oder her, der Stop war sehr sehr gut. Den hätte... lesen
von Fan

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